"Projekt
Ponte" in Salvador di Bahia
Das "Projekt
Ponte" wurde von Tato Lemos (Sänger), Conni Gregor (Soziologin) und Edna
Lemos (Lehrerin) initiiert und in die Praxis umgesetzt . Die Finanzierung wird
durch Benefizkonzerte und Spenden von Fans und Freunden sichergestellt, wobei
"Ponte" auch stets versucht, das Gesamtprojekt des Kindergartens
finanziell zu unterstützen – immer in der Tradition der Philosophie der Creche Béu
Machado, “für die Kinder der Favelas einen Ort zu schaffen, der ihnen
Abstand zu Schmutz, Armut und Trostlosigkeit zeigt, der Ambitionen und neue
Werte für ein menschenwürdiges Leben vermittelt, ohne Hunger, Schmutz und
Gewalttätigkeit, ihnen Bildung, Beruf und Selbstvertrauen zu ermöglichen, um
als Staatsbürger mit allen Rechten leben zu können.
Zur
Zeit gibt es 4 verschiedene Projekte, die durch die Creche Béu Machado organisiert getragen werden:
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Das Projekt "Weine nicht, Oma" betreut 60 Seniorinnen
und unterstützt sie mit Grundnahrungsmitteln, Kursen und medizinischer
Betreuung.
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Im Projekt "Weg von der Straße" haben Jugendliche aus
dem Stadtviertel Seminare und Sportunterricht.
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"Ein ´Link´ in die Zukunft" bietet die Möglichkeit sich
mit der immer wichtiger werden Welt von Computern und Internet vertraut zu
machen
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Das Projekt "Nähatelier" stellt Arbeitskleidung her und
beschäftigt einige Mütter, die z.T. in Heimarbeit so die Möglichkeit haben, ein
wenig Geld zu verdienen.
Ergänzend zur
Arbeit des Kindergartens wurde im Jahre 1995 ein intensives Vorschulprojekt,
das “Projeto ponte -Projekt Brücke“ gegründet, das die Fünf- bis Siebenjährigen
innerhalb von 2 Jahren intensiv auf die Volksschule des Staates vorbereitet.
Alle unsere Ponte-Kinder machen am Schuljahresende die Prüfung der "Doktoren
des ABCs" und bekommen dann bei einem großen Fest den
"Doktorenring" und die "Doktorenwürde", danach werden sie
eingeschult. Während in Brasilien normalerweise 40 % der Kinder eine oder
mehrere Klassen im Nachzug sind , wurden bisher alle "unsere" Kinder
in den Fortgeschrittenenkurs oder sogar in die 2.Klasse eingeschult!
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Kindergarten Béu Machado
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Sandspielplatz
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Kinderarztordination
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KINDERGARTEN BÉU MACHADO
Die Organisation
Club der Mütter von Boca do Rio, eine philanthropische Organisation, wurde von
Beu Machado einem Journalisten aus Salvador, konzipiert. Anfangs kamen die
Kinder alleinerziehender Mütter aus der Favela noch in sein Wohnhaus, bevor er
am 8. April 1986 mit viel Liebe und Herz den Kindergarten einweihte. Heute wird
der Kindergarten in der Rua Caxundé von seiner Witwe Maria José Machado
weitergeführt.
Die Organisation nimmt vor allem notleidende Kinder auf und versucht
ihnen Erziehung, Gesundheit (Nahrung) und Freizeit (Spiele, Sport, Ausflüge) zu
ermöglichen. Gleichzeitig ist dies eine Chance für die Mütter, wieder Arbeit zu
finden und so die finanzielle Zukunft der Familien zu sichern.
Als Beu Machado
noch lebte bekam er viele Spenden von Künstlern, die er in seiner
journalistischen Aktivität förderte und von Persönlichkeiten der baianischen
Gesellschaft, die sein Werk und seine wohltätige Ader schätzten. Heute hat der
Kindergarten ca. 215 Kinder zwischen 6 Monaten und 7 Jahren. Er hat durch die
hohen Lebenskosten in Brasilien große finanzielle Schwierigkeiten und sucht
Hilfe bei Behörden und Freunden um sein wohltätiges Werk fortzusetzen.
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Pampersgruppe
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Küche
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Vorschulgruppe
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Pool
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Sanitärräume
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Nach dem Tod seines Gründers muss der
Kindergarten heute ohne Beu Machado auskommen und die Spenden an uns haben sehr
nachgelassen. Maria José Machado, die Direktorin des Kindergartens sucht daher
Hilfe bei Freunden und Privatpersonen, um das den Kindergarten und die
Vorschule am Leben zu halten: Unterhalt des Gebäudes, Strom?, Wasser?,
Telefonrechnungen, Lebensmittel für 215 Kinder, Löhne für das Personal – da
kommt Einiges zusammen!
Die Organisation Club der Mütter von
Boca do Rio wurde zunächst von der Stadt Salvador als "von öffentlichem
Interesse und Nutzen" (vergleichbar mit "e.V. in Deutschland)
anerkannt, bevor sie diesen Status am 20.August 1993 auch auf Bundesebene durch
die Abgeordnetenkammer verliehen bekam.
Der Staat Bahia, schenkte der Organisation
ein Haus, in dem der Kindergarten heute funktioniert und das uns ermöglichte
unsere soziale Tätigkeit zu erweitern.