SI-Club Coburg spendete 2000 € für life for limbs

Gliedmaßen für das Leben

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten Kreuz unterstützt Soroptimist International
ein 4-Jahresprojekt, um Prothesen für Landminenopfer zur Verfügung zu stellen.

 

 

WO?

 

in Afghanistan

in Angola

in Georgien

Die Ziele:

die Menschenwürde der Opfer von Landminen wieder herzustellen,

ihnen Hilfen zu geben, um wieder mobil zu werden und sie in die Gesellschaft wieder einzugliedern,

Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen, damit sie auch wieder spielen können wie alle anderen Kinder auf der Welt,

um Frauen ein lebensfähiges Familienleben zu ermöglichen

 

WIE?

Durch Zurverfügungstellung von künstlichen Gliedmaßen

durch Bekanntmachung einer Vielzahl von Möglichkeiten, die Opfer sowohl physisch  als auch psychisch wieder herzustellen

 

WARUM?

Antipersonen-Landminen sind eine schreckliche Waffe, die wahllos Zivilisten töten und verwunden, hauptsächlich Frauen und Kinder. Das Ende des 20 Jahrhunderts ist geprägt durch diese Tragödie und die Folgen dieser Tragödie werden noch für viele kommende Jahrzehnte zu spüren sein.

 

 

Die Statistiken:

 

Die Zahlen sind erschreckend. Millionen von Minen vergraben in der Erde von 70  Läändern des Mittleren Ostens, Europas, Afrikas, Asiens und Latein-Amerikas. Alle 20 Minuten gibt es irgendwo auf der Welt ein Opfer, die Hälfte davon sterben auf der Stelle. 800 Menschen werden monatlich getötet und 1200 verstümmelt. Mehr als ein Viertel aller Verwundeten, die von ICRC behandelt werden, verdanken ihre Verletzungen einer Landmine. Das Rote Kreuz hat seit 1972 mehr als 100 000 künstliche Gliedmaßen hergestellt und 19 orthopädische Zentren in 8 Ländern eingerichtet, aber das ist leider nicht genug, tatsächlich viel zu wenig.

 

Um dem Ganzen die Krönung aufzusetzen, muß man bedenken, dass die Herstellung einer Landmine zwischen $3 und $300 kostet, während die Kosten für eine Entsorgung für eine Gemeinschaft  zwischen $300 und $3000 pro Mine liegen.

 

Die Opfer:

 

Leider können sich die Ärmsten in den armen Ländern, die Opfer von Antipersonen-Landminen  nur selten den Luxus eines Beines, eines Armes oder nur eines einfachen Hakens - um eine Hand zu ersetzen – leisten.Der Durchschnittspreis eines künstlichen Gliedes liegt bei $125. Die meisten dieser verstümmelten Menschen verdienen nicht mehr als §10 pro Monat. Also bleibt ihnen oft nicht anderes übrig als zu betteln. Sie werden Ausgestossene, die die Straßen entlang humpeln oder beinlose Krüppel, die auf dem Pflaster der Straßenecken liegen.

Die Hauptopfer von Landminen sind Frauen und Kinder. Es ist schrecklich für die Frauen, aber eine Schande für die Menschlichkeit, wenn Kinder am Beginn ihres Lebens betroffen sind. Darüber hinaus - Kinder wachsen und ein künstliches Glied ist sehr teuer für ein verstümmeltes Kind, da es alle sechs Monate gewechselt werden muß  (verglichen zu drei oder fünf  Jahren bei einem Erwachsenen).

Soroptimist International empfiehlt eine sofortige und konzertierte Aktion durch Regierungen, außerstaatliche und freiwillige Hilfsorganisationen, Vertretungen der Vereinten Nationen und anderer geeigneter Dienste, zusammmen zu arbeiten, die Notlage aller Zivilpersonen, von Landminen verursacht zu lindern.

 

Am 1.März 1999 wurde der Vertrag von Ottawa, der die Entwicklung, den Gebrauch, die Herstellung, die Lagerung und den Transport von Antipersonenminen bannt, rechtskräftig.

Das war das schnellste Inkrafttreten eines multilateralen Vertrages, der sich auf Waffen bezieht. Seit dem 1. Juni 1999 unterzeichneten 133 Staaten den Vertrag und 82 haben ihn ratifiziert. Jedoch bleibt noch viel Arbeit zu tun, bevor der Vertrag von Ottawa ein wirkliches Universal-Instrument wird und bevor die Bedrohung dieser Waffen vollständig auslöscht ist.

Soroptimist International unterstützt voll und ganz den Vertrag von Ottawa, welcher die Zerstörung und das Nutzungsverbot, die Lagerung, die Herstellung und den Transfer von Antipersonen-Landminen vorsieht.

Soroptimist International weiß wohl, dass diese Landminen, die in vielen Ländern flächendeckend verteilt werden, sehr schwer zu entdecken sind und Tod und Behinderung für Männer, Frauen und Kinder bedeuten, sowohl während bewaffneter Konflikte und für viele Jahre danach. Sie beeinträchtigen alle Aspekte des Lebens, einschließlich Sicherheit, Gesundheit und Entwicklung,  lassen Gemeinschaften verarmen, indem sie die Inlandnahme verhindern und die Umwelt zerstören, und so auch sozialen und wirtschaftlichen Aufschwung verhindern.

 

Soropimist International drängt alle Regierungen:

 

·        den Vertrag von Ottawa und die Konvention der Vereinten Nationen gegen inhumane Waffen zu ratifizieren und in Kraft zu setzen,

·        den Internationalen Fundus zu unterstützen und beizutreten, verwaltet von den Vereinten  Nationen, der weltweit das Bewußtsein, die Aufklärung und die Ausrottungsprogramme unterstützt und finanziert.

·        sich anzuschließen an den Prozeß von Unterzeichnen von Friedensverträgen/Abkommen, die Vereinbarung zur Vernichtung aller bestehenden Landminen und die Zerstörung der Vorräte,

·        Unterstützung auf lange Sicht den betroffenen Ländern in ihren Bemühungen, die Landminen zu entfernen, zu geben,

·        die Diskussion und Veröffentlichung des Landminen-Problems bei der jährlichen Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen voran zu treiben,

·        Erziehung zu verfügen und Informationen an Zivilisten zu verbreiten, besonders an Kinder über die Gefahren  von Landminen,

·        verständliche Systeme zu entwickeln, welche die physische und psychologische Gesundung und die soziale Wiedereingliederung der Opfer unterstützt.