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„Zerbrechlich - Gerade Kreativität ist nicht Peter Radtke, Autor und Schauspieler |
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Melchior Franck Kreis |
Wir bewundern die außergewöhnliche Schaffenskraft des Malers Henri de Toulouse-Lautrec, den Jazzpianisten Michel Petrucciani, der sich ganz der Musik hingegeben hat und von seinem Publikum geliebt wurde, und viele erinnern sich noch an Peter Radtke und die 5.Bayerischen Theatertage 1987 in Coburg mit Franz Kafkas "Ein Bericht für eine Akademie". Diesen drei kreativen Menschen ist eines gemeinsam: sie leiden an Osteogenesis Imperfecta (OI). Dabei handelt es sich um eine seltene, angeborene systemische Erkrankung des Bindegewebes. OI resultiert aus einer Veränderung der chemischen Zusammensetzung oder Produktion von Kollagen. Kollagen ist ein "Proteinkleber" der das Körpergewebe zusammenhält und den Knochen Halt und Festigkeit gibt. Die Knochen der Betroffenen brechen leicht „Glasknochenkrankheit“. OI
stellt Angehörige und Therapeuten vor große Probleme. Die aufwendige und mit
großer Umsicht durchzuführende Pflege erfordert die gesamte Aufmerksamkeit
der Betreuungsperson. In schweren Fällen folgt ein Bruch dem anderen.
Krankenhausaufenthalte und lange Liegezeiten können vor allem in der Kindheit
den Alltag bestimmen. Charakteristischerweise nimmt die Bruchhäufigkeit und
die Neigung zur Knochenverformung in der Pubertät ab. Operative wie
konservative Maßnahmen haben somit die Steh- und Gehfähigkeit bis zur
Pubertät sicherzustellen. Die frühe Diagnose und Behandlung können helfen,
die Symptome der Krankheit zu vermindern und Komplikationen zu verhindern. Hierzu
bedarf es neben einer effizienten Selbsthilfeorganisation auch erheblicher
finanzieller Mittel. Viele von dieser Krankheit betroffene Menschen
haben es trotz ihres Handicaps weit gebracht. Daher stammt das Motto unseres
Benefizkonzertes: „Zerbrechlich - trotzdem stark“
„Gauner,
Diebe, Wegelagerer“ lautete das nicht alltägliche Programm, das
Armenschicksale in Oberfranken aus der Zeit um den 30jährigen Krieg behandelte.
Es sang und spielte der Melchior Franck Kreis auf historischen Instrumenten.
Kurt Gramß, der Leiter des Ensembles, führte durch das Programm. Er erklärte
die Musikstücke im historischen Zusammenhang, indem er exemplarisch die
Geschichte einer Familie aus dem Coburger Raum aus dieser Zeit dem Auditorium
mit bildreichen Worten nahe brachte. In der
Konzertpause hatten die Zuhörer Gelegenheit, mehr Informationen über
Erscheinungsbild und die Behandlungsmöglichkeiten der Glasknochenkrankheit zu
erfahren. Wolfgang Guhl, 2. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für
Osteogenesis imperfecta Betroffenen e.V., (DGOI) berichtete kompetent über
diese seltene Erkrankung und über die nötigen, kostspieligen Operationen, die
zur Stabilisierung des Skeletts und zur Verhinderung weiterer Deformitäten
nötig sind. „Zu
allen Zeiten hat die Musik den Menschen geholfen, ihre schweren Schicksale zu
ertragen, so soll auch heute die Musik dazu beitragen, Menschen bei der
Bewältigung Ihres Schicksals zu unterstützen,“ wünschte die Präsidentin des
Coburger Clubs, Andrea Starker, in ihren Begrüßungsworten. 2000 €
waren der stattliche Erlös dieses Abends, den sie und Internetbeauftragte
Elisabeth Meisinger anlässlich des Jahrestreffens der DGOI (Deutschen
Gesellschaft für Osteogenesis imperfecta Betroffene) im Juni in Bad Nauheim
in Form eines Schecks an den Vorsitzenden der Gesellschaft Wilfried
Hagelstein überreichen konnten. Wir
bedanken uns ganz herzlich bei den Mitgliedern des Melchior-Frank-Kreis, die
zugunsten des Projektes nicht nur auf ihr Honorar, sondern auch auf jegliche
Unkostenerstattung verzichtet haben, sowie bei Bezirksheimatpfleger Dr.
Günter Dippold, der die interessanten Textbeiträge mit beisteuerte. |
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Knut Gramß Leiter des MFK |
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Melchior Franck Kreis |
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Wolfgang
Guhl |
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Quellenangabe und Literatur
http://www.oi-gesellschaft.de/
http://www.b.shuttle.de/b/tls/index.htm http://www.jazzzeitung.de/jazz/2002/12/portrait-petrucciani.shtml |
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